Die designierte neue EZB-Chefin hat Bundeskanzlerin Angela Merkel als Ausnahmepersönlichkeit gelobt und ihre Rolle in der Euro-Krise herausgestellt. Christine Lagarde spricht von einer „unglaublichen Erfolgsbilanz“.
(welt.de, 31.08.2019)
Da könnte einem das Mittagessen hochkommen. Ausgerechnet Lagarde, die bis hin zur ganzjährigen Sonnenbräune das (ab)gehobene politische Etablissement repräsentiert anstatt uns, das gemeine Volk. Die politischen Eliten die uns regieren sind schon so lange vom Volk abgekoppelt das man kaum noch von Demokratie sprechen kann; dafür gibts viel gegenseitiges Schulterklopfen. Man weiß schließlich wie der Hase läuft.
Kratzt man auch nur ein bisschen unter dem Teint, wird’s sonnenklar das Lagarde, Merkel, Macron und Co. wirtschaftliche Oligarchien vor demokratische Grundwerte stellen, und ihre eigene Macht vor die Macht der Leute. Darüber hinaus haben sie wenig zu bieten ausser dem Status Quo der uns ins Nichts führt. Mehr verkaufen, mehr produzieren, mehr Müll, und mehr wegschauen während die Diktatoren von Syrien bis China, Gewalt und Repression säen.
Sorge, mache ich mir als Mensch, als Vater und als Lehrer weil sich keiner an unsere Schullektüre zu erinnern scheint. Wie war das nochmal beim Biedermann und den Brandstiftern? Letztendlich haben sie ihm doch das Haus abgebrannt. Erst brennt der Mittlere Osten, jetzt Hong Kong, und dann die ganze Welt.
